Versprechen der Versicherer

Versprechen der Versicherer

Die Versicherer leisten neben der garantierten Mindestverzinsung (Rechnungszins) unter bestimmten Voraussetzungen eine Überschussbeteiligung. Im Gegensatz zum Rechnungszins ist die Überschussbeteiligung keine garantierte Leistung, sondern ein Versprechen der Versicherer die Versicherungsnehmer an erzielten Überschüssen zu beteiligen. Die Höhe der Überschussbeteiligung kann daher schwanken.

Bei der aufgeschobenen privaten Rentenversicherung erwirtschaftet das Versicherungsunternehmen Überschüsse hauptsächlich durch die Anlage des eingezahlten Kapitals. Liegen die Einnahmen aus den Kapitalanlagen über dem Rechnungszins, der als garantierte Mindestverzinsung dem Versicherungsnehmer gutgeschrieben wird, hat das Unternehmen einen Zinsgewinn erzielt.

Überschüsse können auch entstehen, wenn z.B: die Verwaltungskosten niedriger ausfallen als geplant oder mehr Kunden als für die Beiträge kalkuliert wurden vor Beginn der Leistungsphase sterben bzw. die Rentenbezugszeit aufgrund einer geringeren Lebenserwartung kürzer ausfällt.

Die Versicherungen bieten unterschiedliche Formen der Überschussbeteiligung an:

Verzinsliche Ansammlung:

Die Überschüsse werden vom Versicherer auf einem Überschusskonto gutgeschrieben und verzinst. Bei Vertragsende erhöht dieses zusätzlich angesparte Kapital die garantierte Rente der eigentlichen privaten Rentenversicherung. Das ist für die aufgeschobene private Rentenversicherung sinnvoll, da dann eine höhere Rente gezahlt werden kann.

Bonussystem:

Die anfallenden Überschüsse werden vom Versicherer in einer zusätzlichen beitragsfreien Versicherung (Bonus) angelegt. Diese läuft zum gleichen Termin ab wie die Grundversicherung. Bei dieser Methode erhöht sich die Todesfallleistung, die an die Angehörigen ausgezahlt wird, falls der Kunde vor Rentenbeginn stirbt. Bei Verträgen ohne Todesfallleistung bzw. Betragsrückgewähr im vorzeitigen Todesfall erhöht sich ähnlich wie bei der verzinslichen Ansammlung das angesparte Rentenkapital. Nachteil ist die schwere Durchschaubarkeit dieses Systems, die eigentliche Rendite läßt sich schlecht abschätzen.

Beitragsverrechnung:

Die Überschüsse werden vom Versicherer dazu verwendet, den Beitrag zu reduzieren. Das mag für den Versicherungsnehmer zwar ganz angenehm sein, aber dem eigentlichen Ziel, ein möglichst großes finanzielles Polster für das Rentenalter zu bilden, kommt diese Methode nicht entgegen. Der Zinseszinseffekt für eine zusätzliche Kapitalbildung wird verschenkt.

Verzinsliche Ansammlung mit Beitragsverrechnung:

Hierbei werden zwei Methoden verbunden. Einerseits werden Teile des Überschusses verzinslich angelegt, andererseits reduziert der Rest in einem bestimmten prozentualen Verhältnis die Beiträge. Das zusätzlich gebildete Kapital ist dadurch geringer als bei der reinen verzinslichen Ansammlung.


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Aktualisiert am: 17.9.2019